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Gelenkputation

Bei der Gelenkpunktion handelt es sich um ein nicht-operatives diagnostisches Verfahren der Rheumatologie und Orthopädie, welches zur Untersuchung unklarer Ergüsse im Gelenkbereich oder zur Beurteilung einer Infektion eines Gelenkes genutzt werden kann.

In den meisten Fällen beruht die Schwellung des Gewebes im Gelenkareal auf einen entzündlichen Prozess. Bei einer Gelenkpunktion erfolgt ein Einstich mit einer Kanüle in das betroffene Gelenk, um Aufschluss über den Entstehungsprozess des Ergusses zu erlangen. Von entscheidender Bedeutung für die Diagnostik entzündlicher Prozesse im Gelenkbereich ist die Nutzung verschiedener Verfahren zur eindeutigen Bestimmung der Krankheitsursache.

Die diagnostische Abklärung beim Verdacht auf das Vorliegen eines Gelenkinfekts beinhaltet neben der notwendigen Gelenkpunktion:

  • die Durchführung einer Laboruntersuchung
    • Bestimmung der Leukozytenzahl (weiße Blutkörperchen) und Erstellung eines Differentialblutbildes
    • Bestimmung der Konzentration des C-reaktiven Proteins (Entzündungsparameter)
      - eine Erhöhung kann evtl. auf eine akute Entzündung hindeuten
  • Anfertigung von Nativröntgenbildern des betroffenen Gelenks

Bei speziellen Fragestellungen sind zusätzliche diagnostische Verfahren wie die Magnetresonanztomographie (MRT), die Computertomographie (CT) oder die Szintigraphie notwendig, um u. a. mögliche Infektionsursachen ausschließen zu können.

Anwendungsgebiete

  • Analyse einer unklaren Gelenkschwellung – das wichtigste Anwendungsgebiet stellt die Abklärung einer vorhandenen Schwellung bzw. eines vorhandenen Ergusses dar.
  • Schmerzlinderung – liegt ein entzündlicher Prozess mit einem Erguss vor, so kann die Gelenkpunktion genutzt werden, um die Ergussflüssigkeit aus dem Gelenk zu entfernen und so die Schmerzen zu reduzieren. Außerdem kann durch die Entnahme der Flüssigkeit auch eine Überdehnung der umgebenden Gewebestrukturen verhindert werden.